Museumspädagogische Settings und Lernmotivation bei SchülerInnen

Ausstellungen in Museen und Science Centern stellen reichhaltige außerschulische Lernorte dar, die wissenschaftliche Themen vielfältig aufbereiten, präsentieren und vermitteln können. Damit bieten Ausstellungen eine ideale Ergänzung zum normalen Schulunterricht, weil sie vermögen, über authentische Objekte, wahre Geschichten, selbst ausprobierbare Artefakte oder mit neuen Medien, die Begeisterung von Schülerinnen und Schülern für verschiedene Thematiken zu wecken.

In der regulären Besucherforschung an Museen werden Schulklassenbesuche, die immerhin bis zu 20% des Publikums ausmachen können, leider nur selten berücksichtigt, da die Schülerinnen und Schüler das Museum nicht freiwillig aufsuchen. So beschäftigt sich die pädagogische Psychologie im deutschen Raum auch erst seit einigen Jahren mit Schulklassenbesuchen im Museum und ihren Einfluss auf das Lernen und die Motivation von Kindern und Jugendlichen.

Was macht Schülerinnen und Schülern im museumspädagogischen Setting Spaß?

Diese Studie nimmt den Bezug zwischen einem museumspädagogischen Kontext in facettenreichen Ausstellungsarrangements und die Motivation sowie das Interesse von Schülerinnen und Schülern genauer unter die Lupe. Hierzu soll das museumspädagogische Setting in einer Ausstellung über drei Ebenen lerntheoretisch untersucht werden. Die erste Ebene bezieht sich auf die Besuchsgestaltung, die zweite Ebene auf die Ausstellungsgestaltung und die dritte Ebene auf die Darbietungsform von Exponaten.

Auf der anderen Seite stehen die Adressaten der Ausstellung, die Schülerinnen und Schüler, die i. d. R. an einem museumspädagogischen Programm teilnehmen. Auf dieser Seite stehen verschiedene Aspekte der Lernmotivation von Schülerinnen und Schülern im Fokus, die eine wichtige Bedingung und ein wichtiges Ziel von Lernprozessen sind. Auf diese Weise wird erörtert, welche Ebenen des Ausstellungskontextes im museumspädagogischen Setting bedeutsame Zusammenhänge zur Lernmotivation der Schülerinnen und Schüler herstellen können, unter der Berücksichtigung von theoretisch bedeutsamen Schülervoraussetzungen.

Projektleitung
Prof. Dr. Heinz Reinders

Mitarbeiterin
Dipl.-Päd. Sabrina Hoff 

Laufzeit des Projekts
2013-2016

Kooperationspartner
Haus der Geschichte der BRD, Bonn
Haus der Bayerischen Geschichte, München

Zuletzt aktualisiert: 26 März 2015