Change Management bei Sportvereinen

In Deutschland existieren mehr als 90 Tausend Sportvereine, in denen knapp eine Millionen Ehrenamtliche aktiv sind und über 27 Millionen Mitglieder Sport treiben. Sportvereine erreichen durch ihr Angebot mehr Menschen als jede andere außerschulische Einrichtung in Deutschland. Sie spielen somit eine zentrale Rolle für die Freizeitgestaltung, die Gesundheit und die Wertevermittlung bei Kindern und Jugendlichen. Daher stellen demographische Entwicklungen und soziale Wandlungsprozesse Sportvereine vor neue Herausforderungen, um diesen wichtigen gesellschaftlichen Aufgaben auch in Zukunft gerecht zu werden.

Die Studie zu sozialen und regionalen Disparitäten im Vereinssport untersucht, mit welchen unterschiedlichen Voraussetzungen, Strategien und Aktivitäten Sportvereine in der Lage sind, gesellschaftliche Wandlungsprozesse produktiv zu gestalten. Dabei spielen regionale und soziale Unterschiede - so die Kernthese des Projekts - eine zentrale Rolle. Sie beeinflussen, wie gut Sportvereine in der Lage sind, junge Menschen für ein Engagement im Verein dauerhaft zu gewinnen sowie Kinder und Jugendliche als Mitglieder zu akquirieren. Regionale Unterschiede manifestieren sich z. B. in der Verfügbarkeit von Sportflächen, dem Ausmaß kommunaler Förderung und anderer Geldmittel oder dem räumlich nahen Zugang zu Kooperationspartnern wie KiTas oder Schulen. Soziale Unterschiede zwischen Vereinen sind an dem sozialen und ökonomischen Status, der Bildungsnähe sowie dem Migrationsanteil ihrer Mitglieder ablesbar.

Vor dem Hintergrund der sozialräumlichen Möglichkeiten von Vereinen und der sozialen Komposition ihrer Mitglieder werden Vereinstypen identifiziert. Diese Vereinstypen ermöglichen es, Modelle gelungener Anpassungsstrategien und -aktivitäten bei Sportvereinen zu bestimmen und als Grundlage für die strategische Weiteentwicklung des Nachwuchssports in Deutschland heranzuziehen. 

Projektleitung
Prof. Dr. Heinz Reinders

Mitarbeiterin des Projekts
Ulrike Kutschera, M.A.

Kooperationspartner

Laufzeit des Projekts
2015-2018

 

Zuletzt aktualisiert: 01 Juni 2016