Bedeutung von Freundschaften für die emotionale Entwicklung Jugendlicher

Das Projekt „Zur Bedeutung von Freunden für die emotionale Entwicklung“ zielt darauf ab, den Einfluss des besten Freundes im Bereich des Umgangs mit negativen Emotionen zu untersuchen. Die Fähigkeit mit negativen Emotionen adäquat umgehen zu können, stellt einen bedeutenden Einflussfaktor für eine positive Entwicklung von Jugendlichen dar. Diese Fähigkeit kann erlernt werden. Ein Kontext, in dem das geschieht und der bereits empirisch gut untersucht ist, ist der familiale. Schon von Geburt an werden dem Kind durch die primären Bezugspersonen Strategien vermittelt, wie mit negativen Emotionen umgegangen werden kann. Ein weniger betrachteter Kontext in diesem Bereich ist der der Freunde und wie diese als wichtige Bezugspersonen in der Adoleszenz den Umgang mit negativen Emotionen beeinflussen können.

Für das Projekt ergeben sich daraus folgende Forschungsfragen: Können in symmetrischen Freundschaftsbeziehungen Möglichkeiten erlernt werden, mit negativen Emotionen umzugehen und tragen diese somit zu einer positiven Entwicklung bei? Des Weiteren wird der Frage nachgegangen, welche Prozesse sich in Freundschaftsdyaden abspielen, um mit negativen Emotionen besser umgehen zu können?

Für die Prüfung der ersten Annahme wird ein quantitatives Längsschnittdesign gewählt, bei dem Kinder und Jugendliche im Abstand von einem Jahr mittels eines Fragebogens sowohl zu ihren Freundschafts- als auch Familienbeziehungen als auch zu deren Umgang mit negativen Emotionen Auskunft geben. Für die Beantwortung der zweiten Forschungsfrage ist geplant, mit ausgewählten Jugendlichen Interviews zu führen, um Prozesse zu analysieren, wie Freundschaften auf die emotionale Entwicklung wirken.

Laufzeit
2009-2012

Mitarbeiterin
Dipl.-Päd. Marion Reindl

Förderung
Promotionsprojekt


Publikationen

  1. REINDL, M. (2013). What makes me feel better? Die Untersuchung von Effekten des besten Freundes auf die Entwicklung der Emotionsregulation. Berlin: Logos.
Zuletzt aktualisiert: 16 März 2015